Bocachica
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Hilfsprojekt "Bocachica"
Bocachica ist eine kleine Insel etwa eine halbe Bootsstunde von der kolumbianischen Stadt Cartagena entfernt. Die Insel war eine ehemalige Sklaveninsel. Nach Abschaffung der Sklaverei wurden die Schwarzen auf die Insel "verdammt".
Derzeit leben etwa 16000 Menschen auf der Insel. Die Hälfte der Bevölkerung ist unter 18 Jahren alt. Süßwasser muss mit Tanks auf die Insel gebracht werden. Bis vor 2 Jahren gab es keine Toilette, die Notdurft wurde überall auf der Insel verrichtet. Die hygienischen Bedingungen auf der Insel sind auch jetzt noch sehr schlecht.
Viele Krankheiten treten allein dadurch auf. Ein Arzt kommt einmal wöchentlich für eine halbe Stunde auf die Insel. Die Betreuung der völlig verarmten Bevölkerung wird von einem überkonfessionellen Projekt übernommen. Es arbeiten Katholiken, evangelische Gemeinden und Freie Christen gemeinsam in einem Basiscamp an der Betreuung der Bevölkerung. Es wurde in der letzten Zeit eine Armenküche, eine Missionsstation, Stromleitungen und einige Toilettenhäuschen gebaut. Derzeit werden Kurse zur Körperpflege und zur Hygiene angeboten.
In der Zeit vom 27.1.2001 bis 10.2.2001 unternimmt die Freie Christen Gemeinde einen Missionseinsatz auf die Insel um dort Toiletten zu bauen. Während des Aufenthaltes werden sowohl die Mitarbeiter aus Friedrichshafen unter Leitung von Pastor Andreas Sohl als auch die einheimische Bevölkerung von Johann Kees medizinisch betreut.
Die normale medizinische Betreuung findet leider nur sporadisch auf der Insel statt, so dass noch nicht einmal eine Krankenstation vorhanden ist. Sämtliche Medikamente, Instrumente und Verbandsmaterialien müssen mitgebracht werden.
Von der medizinischen, wie auch von der logistischen Seite stellt dieser humanitäre Einsatz einen absoluten Gegensatz zu unserer europäischen Hightechmedizin dar.
Es können hier nur akute Krankheiten behandelt werden, langfristige Therapien, wie bei Bluthochdruck, sind wegen des fehlenden Nachschubs an Medikamenten unsinnig und werden erst gar nicht eingeleitet.
Im Vordergrund steht die Versorgung der Kinder und gesundheitsbildende Maßnahmen bei den Jugendlichen. Hauptsächlich leidet die Bevölkerung an Infektionskrankheiten der Haut, der Lunge und der Augen.
Es wird versucht genug Medikamente aus Deutschland mitzunehmen. Absolut notwendige Dinge können mit Spendengeldern vor Ort gekauft werden.
Besonders kranke Kinder sollen unterstützt werden. Medizinische Geräte müssten mit Spendengeldern angeschafft werden. Dies alles geschieht in Zusammenarbeit, mit den für die Freien Christengemeinde tätigen Missionar Martin Hakenjos, der mir persönlich seit Jahren bekannt ist und sich sehr aufopferungsvoll um alles kümmert.
Die Spenden sollen zu 100 % zu Gunsten der Bevölkerung für medizinische Maßnahmen oder den Aufbau einer Krankenstation genützt werden.
Alle Teilnehmer des Missionseinsatzes tragen sämtliche Kosten selbst!
Nach der Rückkehr soll die Bevölkerung in Friedrichshafen über die Presse und in einem Diavortrag über den Einsatz umfassend informiert werden. Die an den Spenden beteiligten Firmen, Vereine und Verbände werden auf Wunsch in kleineren fachlichen Vorträgen über den Verbleib Ihrer Spende informiert.



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